Eigentlich wollten wir ja schweigend genießen!
18. September 2008Aber selbst das lassen die Herner nicht zu. Aber erst mal auf Anfang: Wir wollten kein Wort verlieren über das Derby. Klar war die erste Hälfte aus Dortmunder Sicht nicht wirklich gelungen, aber man konnte dennoch locker bleiben, weil wir als alte Hasen natürlich wussten was kommen würde. Die Blauen würden sich die Butter schon selbst vom Brot nehmen und anschließend die Schuld wieder bei anderen (wie üblich bevorzugt beim Schiri) suchen. Kennen wir, alles wie gehabt, dieses Uschi-Gehabe ist langsam ermüdend. Aber was soll´s, so sind se eben. Anstatt sich zu freuen, dass sie nicht noch in die Nachspielzeit mussten, um dann zu verlieren, sind sie eben Kacke wie immer. Vielleicht sollte in der Biathlon-Halle endlich mal ne echte Mädchenmannschaft auflaufen!
Aber im Nachgang müssen wir jetzt doch (gezwungenermaßen) noch was zum Derby schreiben. Das können wir der Fußballwelt nicht vorenthalten: Der BvB Hauptsponsor Evonik hat vor dem Derby eine Anzeige schalten lassen in der folgender Text zu lesen war: “Katholisch, Evangelisch, Neuapostolisch. Wir haben kein Problem mit Kirchen. Außer es steht “Gelsen” davor.” Ein gelungenes Späßen also, so wie es unter Fußballfans üblich ist. Keine große Sache. Ganz anders dagegen in dieser komischen Stadt mit diesem noch komischeren Vorortverein: Dort hat sich Oberbürgermeister Frank Baranowski schwer aufgeregt (Ja, über die Anzeige, nicht über die Leistung der Blauen) und er verlangt nun, zusammen mit dem Chef der SPD Ratsfraktion, Klaus Haertel, eine Entschuldigung von Evonik.
Die Reaktion einer Evonik-Sprecherin war präzise: “Wir können gut verstehen, dass dem Sch*lke Anhänger Haertel der Humor nach dem Spiel vergangen ist!” Diese Äußerung hat bei dem SPD Chef -nach Angaben aus gut unterrichteten Kreisen- zu einer erneuten Schnappatmung geführt. Wir befürchten in diesem Streit müssen, entschuldigt den platten Witz, Blauhelme eingreifen…